Qualitätsbeirat

Der Fachverband der Hanftextilien e.V. [FvHT] hat in einer ersten Berufungsrunde einen Beirat für Methodik und Qualitätssicherung der Hanftextilwirtschaft etabliert. Ziel des Qualitätsbeirates ist es, eine fachliche Begleitung der Arbeit des Fachverbands zu ermöglichen. Insgesamt möchte der Fachverband der Hanftextilien die Kenntnis über Industriehanf im Bekleidungsbereich in Deutschland auf wissenschaftlicher Grundlage verbreitern, sinnvoll regulierte Marktbedingungen etablieren und die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft fördern.

DER GRÜNE KREIS

DAS HANFZEICHEN FÜR REGIONALE HANFTEXTILIEN

Das Label „Grüner Kreis“ ist eine ökologische Richtung und Norm, die in Deutschland angebaut, verarbeitet und ungefärbt hergestellt und verkauft wird.

Wer hat bislang das Siegel getragen?

Aktuell erhalten nur Produkte der Modelinie Cannadin, Stallocanndo, Traumhanf im Hanfmitte Shop diese Auszeichnung.

Was ist das Siegel?

Die sozialen Anforderungen an menschenwürdige Arbeit sind verbindlich.

Zu diesen Aufgaben gehören unter anderem:

  • Kinderarbeit ist verboten
  • Arbeitsschutz und Sicherheit sind wichtige Themen
  • Die Mindestlöhne sind gesichert
  • Keine Form von Diskriminierung und Belästigung

Wiederverwendung und Recycling

Die Modeartikel sind aufgrund ihres individuellen Designs und Materials besonders schonend und nachhaltig.

Chemische Erzeugnisse zur Faserherstellung

In Deutschland wird 100% deutscher Hanf verarbeitet und als natürlich gekennzeichnet. Der Hanfrohstoff ist frei von Chemikalien und schädlichen Pestiziden. Die Fasern werden ohne Chemiezusatz hergestellt und zu einem Rohfaden verarbeitet.

Die Voraussetzung für einen grünen Kreis ist, dass alle Produkte von vornherein ungefärbt oder mit naturgefärbten Fäden oder Materialien hergestellt, bestickt oder bedruckt werden.

Der Grüne Kreis fordert verbindliche Anforderungen zum Schutz der Umwelt. Zu diesen Aufgaben gehören unter anderem:

  • Das Verbot gefährlicher Chemikalien
  • Die biologische Abbaubarkeit von Substanzen
  • Die Gewässer werden vor giftigem Abwasser geschützt
  • Die Überwachung der Emissionen in die Außenluft gewährleistet den Schutz der Atmosphäre
  • Der Einsatz von Naturfasern aus dem Ökolandbau

Transport- und Ersatzstoffe

Die Wege sollten für jeden Rohstoffkreislauf so kurz wie möglich sein. Hanf ist oft sehr rar und selten, da er in Deutschland nicht weit verbreitet ist. Trotzdem verlassen wir uns nicht auf das Ausland. Nur der europäische Anbau mit Baumwolle, Tencel oder Bambus ermöglicht die Kombination von Hanf und diesen Alternativen zu einem hochwertigen Produkt.

Produktprüfung

Wir prüfen und kontrollieren die Einhaltung der Kriterien. Im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens wird die Eignung der Waren überprüft.

Das Grüne Band ( DGB )

Der Fachverband Hanftextilien e.V. engagiert sich aktiv für die Verwendung von Industriehanf in der Textilindustrie. Hanftextilien gelten als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Materialien, da Hanf schnell wächst und ohne den Einsatz von Pestiziden oder Herbiziden angebaut werden kann. Der Fachverband Hanftextilien legt großen Wert auf den Schutz der Umwelt und der Menschen vor schädlichen Umwelteinflüssen. Durch seine Analysen und Empfehlungen beeinflusst der Fachverband Hanftextilien politische Entscheidungen.

Der Fachverband hat eine breite Fachexpertise in verschiedenen Bereichen wie der Bewertung und Regelung von Stoffen, dem Bodenschutz, der Altlastenbewertung, dem Umweltschutz im Verkehr, dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel. Dadurch kann der Fachverband fundierte Bewertungen vornehmen und zur Förderung einer regionalen und umweltfreundlichen Entwicklung beitragen.

DIN – Deutsche Industrienorm

Rohstoff Industriehanf / Faserhanf
In Deutschland gibt es keine spezifische Industrienorm, die ausschließlich für Industriehanf oder Faserhanf festgelegt ist. Allerdings fallen Hanffasern und Hanfprodukte unter die allgemeinen Regelungen und Normen für Naturfasern und Textilien, die in Deutschland und der EU gelten.

Für die Qualitätssicherung von Hanffasern und Hanfprodukten können verschiedene Normen und Standards herangezogen werden, die für Naturfasern im Allgemeinen gelten. Dazu gehören beispielsweise:

  1. DIN EN 1347: Diese Norm gilt für Bastfasern, zu denen auch Hanffasern zählen. Sie umfasst Anforderungen an die Qualität und Eigenschaften von Bastfasern, einschließlich Hanf.
  2. DIN EN 16790: Diese Norm definiert Begriffe und Klassifizierungskriterien für Naturfasern und natürliche Fasermischungen, die auch für Hanffasern relevant sein können.
  3. DIN EN ISO 2076: Diese Norm bezieht sich auf die allgemeinen Prüfverfahren für Textilfasern, die auch für die Prüfung von Hanffasern angewendet werden können.

Garne
Für Industriehanf Faserhanf Garne in Deutschland gelten ähnliche Normen und Standards wie für andere Naturfaserprodukte. Hier sind einige relevante Normen, die für die Herstellung und Prüfung von Faserhanf-Garnen in Deutschland Anwendung finden können:

  1. DIN EN ISO 2076: Diese Norm legt allgemeine Prüfverfahren für Textilfasern fest, einschließlich Naturfasern wie Faserhanf. Sie umfasst Parameter wie Faserlänge, Feinheit, Festigkeit und Dehnung.
  2. DIN EN 1347: Diese Norm definiert Anforderungen an Bastfasern, zu denen auch Faserhanf zählt. Sie enthält Kriterien zur Qualität und Eigenschaften von Bastfasern, die auch für die Bewertung von Faserhanf-Garnen relevant sind.
  3. DIN EN ISO 1833: Diese Norm beschreibt Prüfverfahren zur Bestimmung von Fasergehalten und -mischungen in Textilien und Garnen. Sie kann bei der Analyse von Faserhanf-Garnen zur Bestimmung des Hanfanteils verwendet werden.
  4. DIN EN ISO 2060: Diese Norm legt Prüfverfahren zur Bestimmung der linearen Dichte von Garnen fest. Sie ist relevant für die Messung der Dicke und Feinheit von Faserhanf-Garnen.

Webstoffe
Für Industriehanf Faserhanf Webstoffe in Deutschland gelten ähnliche Normen und Standards wie für andere textile Materialien. Hier sind einige relevante Normen, die für die Herstellung und Prüfung von Faserhanf-Webstoffen in Deutschland Anwendung finden können:

  1. DIN EN ISO 13934: Diese Norm legt Prüfverfahren zur Bestimmung der Zugfestigkeit und Dehnung von textilen Materialien, einschließlich Webstoffen, fest. Sie kann bei der Bewertung der mechanischen Eigenschaften von Faserhanf-Webstoffen verwendet werden.
  2. DIN EN ISO 13935: Diese Norm beschreibt Prüfverfahren zur Bestimmung der Nahtfestigkeit von Nähten in Textilien. Sie ist relevant für die Bewertung der Haltbarkeit von Nähten in Faserhanf-Webstoffen.
  3. DIN EN ISO 9237: Diese Norm legt Prüfverfahren zur Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Textilien fest. Sie kann bei der Messung der Atmungsaktivität von Faserhanf-Webstoffen eingesetzt werden.
  4. DIN EN ISO 13936: Diese Norm beschreibt Prüfverfahren zur Bestimmung der Abriebfestigkeit von textilen Materialien. Sie ist relevant für die Beurteilung der Strapazierfähigkeit von Faserhanf-Webstoffen.

Produktion
In Deutschland gibt es verschiedene Industrienormen, die für die Hanftextilproduktion relevant sein können. Einige davon sind:

  1. DIN EN ISO 9001: Diese Norm legt Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest und kann für die gesamte Produktion von Hanftextilien gelten.
  2. DIN EN ISO 14001: Diese Norm beschreibt Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem und kann für die nachhaltige Produktion von Hanftextilien relevant sein.
  3. DIN EN ISO 11092: Diese Norm definiert Prüfverfahren zur Bestimmung des Wärmedurchgangswiderstands und der Wasserdampfdurchlässigkeit von Textilien und kann für die Entwicklung von Hanftextilien verwendet werden.
  4. DIN EN ISO 13934-1: Diese Norm beschreibt Prüfverfahren zur Bestimmung der Zugfestigkeit und Dehnung von Textilien und kann für die Qualitätssicherung von Hanftextilien eingesetzt werden.

Fertige Produkte

Für fertige Hanftextilprodukte zum Verkauf in Deutschland können verschiedene Industrienormen relevant sein.

  1. DIN EN 14682: Diese Norm legt Sicherheitsanforderungen für Kinderbekleidung fest, einschließlich Hanftextilien, um potenzielle Risiken zu minimieren.
  2. DIN EN 14878: Diese Norm beschreibt Anforderungen an die Kennzeichnung von Textilien, einschließlich Hanftextilien, um Verbrauchern Informationen über die Zusammensetzung und Pflege der Produkte zu geben.
  3. DIN EN ISO 105-C06: Diese Norm definiert Prüfverfahren zur Bestimmung der Farbechtheit von Textilien, einschließlich Hanftextilien, um sicherzustellen, dass die Farben nicht verblassen oder abfärben.
  4. DIN EN 13758-1: Diese Norm legt Anforderungen an den Schutz vor ultravioletter Strahlung für Textilien fest, einschließlich Hanftextilien, um die Haut vor schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen.

Umweltauswirkungen

In Deutschland gibt es verschiedene Industrienormen, die sich mit der Minderung der Umweltauswirkungen bei der Hanftextilproduktion befassen können.

  1. DIN EN ISO 14001: Diese Norm legt Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest, mit dem Unternehmen ihre Umweltauswirkungen kontrollieren und reduzieren können. Sie kann auf Hanftextilproduzenten angewendet werden, um sicherzustellen, dass sie umweltfreundliche Praktiken bei der Produktion einhalten.
  2. DIN EN ISO 50001: Diese Norm beschreibt Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, mit dem Unternehmen den Energieverbrauch und die damit verbundenen Umweltauswirkungen reduzieren können. Hanftextilproduzenten können diese Norm nutzen, um ihre Energieeffizienz zu verbessern und den Ressourcenverbrauch zu minimieren.
  3. DIN EN ISO 9001: Obwohl diese Norm hauptsächlich auf Qualitätsmanagement abzielt, kann sie auch dazu beitragen, Umweltaspekte zu berücksichtigen. Hanftextilproduzenten können sie verwenden, um sicherzustellen, dass ihre Prozesse und Produkte den geltenden Umweltstandards entsprechen.
  4. DIN EN 15978: Diese Norm legt Anforderungen an die Umweltleistung von Gebäuden fest. Obwohl sie sich nicht speziell auf die Textilproduktion konzentriert, können Hanftextilproduzenten sie verwenden, um die Umweltauswirkungen ihrer Produktionsstätten zu bewerten und zu verbessern.

Sozialeauswirkungen

Die regionale Hanftextilproduktion in Deutschland kann verschiedene positive soziale Auswirkungen haben.

Beschäftigung: Die Produktion von Hanftextilien in Deutschland kann zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Dies kann insbesondere in ländlichen Gebieten von Vorteil sein, wo die Hanfkultur traditionell verwurzelt ist. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen können lokale Gemeinschaften gestärkt und die wirtschaftliche Entwicklung gefördert werden.

Erhaltung des traditionellen Wissens: Die regionale Hanftextilproduktion kann dazu beitragen, traditionelles Wissen und Fertigkeiten im Anbau, der Verarbeitung und der Herstellung von Hanfprodukten zu bewahren. Dieses Wissen wird oft von Generation zu Generation weitergegeben und kann durch die Förderung der regionalen Produktion erhalten bleiben.

Nachhaltige Landwirtschaft: Der Anbau von Hanf für die Textilproduktion kann zur Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken beitragen. Hanf ist eine robuste Pflanze, die wenig Pestizide oder Herbizide benötigt und wenig Wasser verbraucht. Durch den Anbau von Hanf können umweltfreundliche Anbaumethoden gefördert werden, die die Bodengesundheit erhalten und den Einsatz chemischer Produkte reduzieren.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit: Die regionale Hanftextilproduktion kann eine höhere Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Lieferkette ermöglichen. Durch den Fokus auf lokale Produktion können Unternehmen und Verbraucher besser über die Herkunft der verwendeten Materialien informiert sein. Dies kann dazu beitragen, faire Arbeitsbedingungen und soziale Standards entlang der gesamten Lieferkette zu fördern.